19. April 2011
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Engineering
1. Privat ist öffentlich. Wie viele Arbeitgeber systematisch im Netz nach Bewerbern suchen, ist umstritten. Die Ergebnisse aus Studien schwanken zwischen jedem dritten bis jedem achten Arbeitgeber. Fakt ist: Nach dem aktuellen Bundesdatenschutzgesetz dürfen Arbeitgeber gar nicht in sozialen Netzwerken nach Informationen über Bewerber recherchieren; Ausnahmen bilden nur die berufsorientierten Netzwerke wie Xing und LinkedIn. Doch: Es lässt sich nicht immer verhindern, dass auch privat eingestellte Informationen im Netz die Runde machen. Ungewollt stoßen also Personalverantwortliche auf private Auskünfte von Kandidaten. Bewerber, die keinerlei Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, müssen deshalb immer damit rechnen, dass alles, was sie in Netzwerken austauschen, auch von Unternehmen registriert wird.
2. Das „virtuelle Ich“ pflegen. Weil die „digitale Identität“ nicht mehr nur Freunde, Familie und Werbetreibende interessiert, kann es folgenreich sein, wie sich das „virtuelle Ich“ darstellt. Die coole, spaßige Selbstdarstellung wird dabei nicht unbedingt die Türen zu einem Job öffnen. Wer unter persönliche Interessen nur „Fußball und Partyfeiern“ angibt, beeindruckt Arbeitgeber möglicherweise weniger als derjenige, der sich mit „Lesen und Reisen“ beschäftigt.
3. Bleiben Sie authentisch! Zu dick aufzutragen und sich mit dem Hobby „Lesen von beruflichen Magazinen“ darzustellen, führt eventuell dazu, als „begnadeter, nicht glaubwürdiger Selbstdarsteller“ eingestuft zu werden.
4. Kompetenz signalisieren. Auf einen künftigen Chef möchten Bewerber in erster Linie kompetent wirken. Dabei ist der erste Eindruck einer Person immer prägend. Deshalb achten Sie in Ihrem Profil auf jeden Fall auf die Einstellung: Der eigene Freundeskreis darf sich über Partybilder amüsieren, für unbekannte Personen – und damit auch für mögliche Arbeitgeber – sind diese Fotos tabu.
5. Neue Chancen nutzen. Die berufsorientierten Netzwerke öffnen auch Chancen: Hier können Personalverantwortliche durchaus Informationen finden, die über die klassische Bewerbung hinausgehen und ein breiteres Bild des Bewerbers bieten. Beispielsweise können Interessen verraten, ob jemand Organisationstalent oder Teamfähigkeit besitzt. Beispielweise durch die Angaben von ehrenamtlichen Engagement oder Funktionen in Vereinen.
6. Eigenmarketing mit Stil. Wer Eigenmarketing betreiben will, kann sich einem Fachforum anschließen, in einem Fachgebiet Expertenstatus erwerben oder gleich einem Expertennetzwerk anschließen. Ingenieure finden beispielweise bei Xing eine Vielzahl von Fachforen: von Maschinen- und Anlagenbau über pflanzliche Baustoffe bis zur Supply Chain Community. Selbst wenn nicht gleich berufliche Kontakte geschlossen werden, so lässt sich der Fachhorizont auf jeden Fall erweitern.
7. AGB gründlich lesen. Grundsätzlich gilt: Überprüfen Sie genau die Geschäftsbedingungen des Netzwerks über den Umgang mit Ihren Daten. Prüfen Sie, ob Ankündigungen auch ernst genommen werden. Sie können von Erfahrungen anderer Nutzer profitieren, die in Blogs, Chats und Communities über Datensicherheit und Löschwerkzeuge der einzelnen Anbieter berichten.




Kommentare
vor allem beim 2. Punkt stimme ich dir voll zu. Man muss einfach aufpassen was man in seine Profile schreibt und welche Bilder man für alle sichtbar hoch läd.
Grüße, Thommy
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