04. Juli 2011
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Changing World of Work
Wie umzugsbereit sind Arbeitnehmer heute für neue berufliche Perspektiven? In dem "Migration for Work Survey" befragte ManpowerGroup 14.385 Arbeitnehmer in Deutschland, China, Frankreich, Großbritannien, Italien, Indien, Japan, Kanada und den USA nach ihrer Umzugsbereitschaft, Umzugshindernissen und geografischen Präferenzen.
27% der Arbeitnehmer sind umzugsbereiter als vor der Rezession.
Seit der globalen Rezession geben 27% der Befragten an, eher umzugsbereit zu sein. Dies deutet darauf hin, dass der wirtschaftliche Abschwung mehr Druck auf Arbeitnehmer ausgeübt hat, flexibel zu sein und ihren Suchradius für einen neuen Job zu vergrößern.
52% der Arbeitnehmer würden für einen Job ins Ausland gehen.
Auf die Frage, wie weit sie für einen neuen Job umziehen würden, sagten 52% aller Befragten, dass für sie ein Umzug ins Ausland in Frage käme. 30% von ihnen gaben sogar an, weltweit flexibel zu sein. Für 48 % der Befragten kommt nur ein Umzug innerhalb ihres Landes in Betracht.
Deutsche und Japaner sind am wenigsten umzugsbereit.
Im Ländervergleich zeigte sich, dass die Umzugsbereitschaft bei deutschen und japanischen Arbeitnehmern am geringsten ausfällt (Deutsche 49%, Japaner 37%). Während die Umzugsbereitschaft von Arbeitnehmern in Großbritannien, China, Canada, USA und Frankreich bei ca. 60% liegt, gaben italienische und indische Arbeitnehmer am häufigsten an, für berufliche Perspektiven einen Umzug in Erwägung zu ziehen (Italiener 71%, Inder 65%).
Briten und Italiener sind weltweit am flexibelsten.
39% der Briten und 35% der Italiener gaben an, weltweit flexibel zu sein. Japanische und amerikanische Arbeitnehmer sind im Ländervergleich am wenigsten regional flexibel: nur 21% der japanischen und 24% der amerikanischen Befragten wären bereit, überall auf der Welt hinzuziehen.
USA, Canada, Australien und Großbritannien sind die beliebtesten Ziele.
Auf die Frage, in welchem Land sie am liebsten arbeiten würden, bevorzugten die Befragten gut entwickelte englischsprachige Länder, insbesondere die USA, Kanada, Australien und Großbritannien. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Argentinien sind im Vergleich zu 2008 nicht mehr unter den Top 10 zu finden, während Indien und die Schweiz sich neu unter die Top 10 Länder positionieren konnten.
Familienbande sind stärker als ökonomische Barrieren.
Familiäre Bindungen wurden als häufigster Grund (48%) genannt, warum Arbeitnehmer nicht umziehen würden. Weitere 23% gaben einen nicht umzugsbereiten Partner als Grund an. Sprachbarrieren nannten 19% als Umzugshinderniss. Wirtschaftliche Faktoren wie Umzugskosten sind für 29% der Befragten ein Umzugshindernis. Die Schwierigkeit, ihr derzeitiges Zuhause aufgrund der angespannten Immobilienmärkte zu verkaufen, stellt für 12% ein Hindernis dar. Finanzielle Anreize und Sprachangebote vom Arbeitgeber können dazu beitragen, diese wirtschaftliche und sprachliche Barrieren zu überwinden. 17% der Befragten sagten, sie könne nichts vom Umzug für einen Job abhalten - sie sind bereit überall hin zu gehen, wo die Arbeit ist.
Fazit
Die Arbeitnehmer von heute sind mobiler als je zuvor. Die Suche nach Talenten kann und wird immer mehr auf einer globalen Ebene erfolgen. Im neuen Zeitalter, das ManpowerGroup als Human Age definiert hat, werden Talente zur neuen marktbeherrschenden Ressource und der Zugang zu ihnen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Sowohl einzelne Arbeitgeber als auch ganze Nationen müssen sich daher zu einem attraktiven Ziel für Talente positionieren – zu einem Ort, an dem Menschen gerne arbeiten wollen. Nur so können sie ihr weiteres Wachstum sicherstellen, wenn Talente immer mehr zum erfolgsentscheidenden Faktor werden.
Lesen Sie hier die Studie "Migration for Work Survey".
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